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Biographie Ernst Morgenthaler

*11. 12. 1887 Kleindietwil – 7. 9. 1962 Zürich

 

Ernst Morgenthaler ist einer der wichtigsten Vertreter der figürlichen Schweizer Malerei im 20. Jahrhundert. Er war Schüler von Cuno Amiet auf der Oschwand, wo er auch seine spätere Frau, die Berner Künstlerin Sasha von Sinner kennenlernte, von welcher auch die berühmten Sasha-Puppen stammen. Ein weiterer Studienaufenthalt führte Ernst Morgenthaler 1915 nach München, wo er auch Paul Klee kennenlernte und sich mit ihm befreundete. Aus dieser Zeit ist das Wort von Paul Klee überliefert: „Man weiss eigentlich nicht, sind Sie ein Maler oder ein Dichter.“.

1920 lies er sich mit seiner Familie in Zürich-Wollishofen nieder. Ein mehrjähriger Aufenthalt in Paris, Reisen nach Marokko, Algerien, Tunesien, Südfrankreich, Italien und später nach Australien erweiterten seinen Horizont und die Aussagekraft seiner Werke.

Wichtig waren Ihm auch die Freundschaften mit Malern, Musikern und Dichtern, so unter anderem mit Othmar Schoeck und Hermann Hesse, mit welchem ihn eine lebenslange Brieffreundschaft verband.

1932 erbaute er in Zürich-Höngg ein kleines Haus, in welchem viele seiner stärksten Werke entstehen, in denen seine Ergriffenheit spürbar ist: „Kunst kommt nicht von Können, sie ist von Anfang an da und heisst Ergriffenheit.“.

Zahlreiche Portraitaufträge, Ausstellungen im In- und Ausland mehrten seinen Ruhm und viele wichtige Schweizer Museen kauften seine Werke. 1951 – 53 war er Präsident der Eidgenössischen Kunstkommission.

Er fiel als Maler auf, der den eigenen Lebensbereich und die heimatliche Landschaft poetisch deutete, aber auch hintergründig und visionär zur Darstellung brachte. Seine Malerei ist ganz dem subjektiv Erlebnishaften verpflichtet und einer differenzierten Farbigkeit, welcher dem Pathos und der Monumentalität eines Hodlers und seinen Nachfolgern abschwor.

„Malen heisst Ordnung schaffen, eine kleine Welt erzeugen, in der sich alles einem Willen zur Harmonie unterordnet.“