Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Kunstwerke Biographie Max Gubler

Biographie Max Gubler

26.5.1898 Zürich 29.7.1973

Als dritter Sohn des Dekorationsmalers und Restaurators von Wandmalereien Heinrich Eduard Gubler und der Berta Gubler-Plüss wird er im Mai 1898 geboren.

Schon früh erlernt  er bei seinem Vater die handwerklichen Grundlagen für die Malerei. Erste Eindrücke im Künstlerhaus Zürich und in der Privatsammlung Richard Kisling von Hodler, Amiet, Giovanni Giacometti und van Gogh. Er ist tief beeindruckt und möchte Künstler werden. Auf Wunsch der Eltern besucht er das Kantonale Lehrerseminar Küsnacht, verlässt es aber vorzeitig, um sich ganz der Malerei zu widmen. 1914 begegnet er dem Pädagogen, Kunsthändler und Sammler Han Coray, der es ihm von 1919 bis 1929 durch seine Erwerbungen ermöglicht, von seiner Kunst zu leben. Ab 1916 verkehrt er in den Cafés Odeon und Terrasse mit Künstlern und Literaten, unter anderem aus der Dada-Szene. Freundschaft mit Else Lasker-Schüler, die den Berliner Kunsthändler Paul Cassirer auf ihn aufmerksam macht. Um 1919 lernt er Maria Gronenschild kennen, seine Gefährtin und spätere Ehefrau.

1922 begegnet er Gotthard Jedlicka, dem späteren Kunstschriftsteller und Ordinarius für Kunstgeschichte der Universität Zürich, der sich zeitlebens für die Malerei Max Gublers einsetzt. Reisen im In- und Ausland vertiefen seine Kenntnisse und lassen sein Werk reifen. Erwähnt seien hier Aufenthalte in Florenz, Lipari und in Montrouge bei Paris.

1937 bezieht er ein eigenes Atelierhaus in Unterengstringen nahe dem Kloster Fahr. Während der nächsten 20 Jahre findet Max Gubler im Limmattal unweit des Ateliers all seine Landschaftsmotive. Erste Erfolge stellen sich ein; so kann er 1935 ein Wandbild für das Kunstgewerbemuseum Zürich und 1939 für die Schweizerische Landesausstellung in Zürich gestalten. Durch die Vermittlung des Sammlers Walter Schnyder kann er 1942 im Kunstmuseum Solothurn ausstellen.

1949 Reise nach Venedig, Padua und Florenz; nach der Rückkehr entstehen über hundert Venedig-Bilder; 1951 Ausstellung in der Kunsthalle Bern, organisiert von Arnold Rüdlinger. Vertritt die Schweiz an der Biennale di Venezia 1952 (zusammen mit Jakob Probst und Hans Fischer). Die Retrospektive 1952–53 im Zürcher Kunsthaus wird zum grossen Erfolg. 1953–57 entsteht eine Vielzahl von farbigen Zeichnungen zu Ernest Hemingways Novelle „Der alte Mann und das Meer“, die ihn, gleichnishaft zu seinem eigenen Schicksal, tief berührt.

1957 erkrankt Max Gubler an einem Herzblock; daran anschliessend folgen verschiedene Klinikaufenthalte. Ein Lichtblick ist 1959 die Verleihung des Kunstpreises der Stadt Zürich. Im Jahre 1961 verstirbt seine geliebte Frau Maria. Grosse Museumsausstellungen festigen seinen Ruf als einen der wichtigsten figürlichen Maler der Schweiz (Kunsthalle Basel, Kunstmuseum Zürich, umfassende Retrospektive im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen, welche eine grosse Resonanz bei Publikum und Presse auslöst, Kunstmuseum Bern). Max Gubler übersiedelt in die Klinik Burghölzli in Zürich, wo er 1973 stirbt.