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Biographie Adolf Herbst

16. 8. 1909 Emmen - 25. 8. 1983 Zürich

Nach einem Architekturstudium besucht Adolf Herbst ab 1935 die Académie de la Grande Chaumière in Paris und widmet sich ganz der Malerei. Er pflegt Freundschaften  unter anderem mit Fritz Glarner und Alberto Giacometti. 1937 und 38 beteiligt sich Herbst an Ausstellungen in Paris. 1938, 39 und 42 erhält er Eidgenössische Kunststipendien. 1939 Rückkehr in die Schweiz und Militärdienst. 1940 lernt er die Winterthurer Kunstsammlerin Hedy Hahnloser-Bühler kennen, die seine bedeutendste Förderin wird. Nach dem Krieg geht er wieder nach Paris und lässt sich 1948 endgültig in Zürich nieder. Weitere wichtige Sammler und Förderer sind Gottfried Anliker, Emmenbrücke, und Werner Coninx aus Zürich. Nachdem die letzte Kaiserin von Persien, Farah Diba, ein Bild gekauft von Adolf Herbst erwirbt, ist er in aller Munde.

Einzelausstellungen sind Herbst gewidmet in den Kunstmuseen Luzern, Zürich und im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen. 1974 erhält er den Kunstpreis der Stadt Luzern, 1982 den Kunstpreis der Stadt Zürich. Zum Arbeiten zieht er sich in sein legendäres Atelier voller farbenfroher Gegenstände am Neumarkt zurück.

Herbst zählt zu den bedeutendsten gegenständlichen Malern der Nachkriegszeit in der Schweiz. Sein Einfluss ruht auf den französischen Nachimpressionisten, besonders der Fauves. Dabei pflegt er aber seinen eigenen Stil: Fast immer sind es nächtliche Farben, aus denen helle, warme Töne in schimmerndem Glanz aufleuchten. Adolf Herbst erreicht durch kühne Fragmentierung von Figuren oftmals eine hohe Expressivität und stösst in einigen Stilleben an die Grenze zur Abstraktion. Er pflegt thematisch ein klassisches Repertoire, seine nächste Umgebung liefert ihm am meisten Motive: Interieurs und einfühlsame Bildnisse von Menschen aus seinem Freundeskreis. Am wichtigsten sind ihm die Akte, in welchen sich seine sinnenfreudige Malerei am schönsten entfaltet.

Seine Arbeiten kann man auch an einigen Gebäuden sehen, die er für private und öffentliche Auftraggeber ausführte.